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Neue Trainingsmethoden und Lerntechniken

Umfassende Veränderungen der Regularien 2042/2003 sind derzeit in Bearbeitung durch die EASA, es sollen neue Trainingsmethoden und Lerntechnologien im Annex III (Part-66) und Annex IV (Part147) eingeführt werden, um die fortgeschrittene technische Entwicklung der Kommunikationsmittel besser für Schulungen nutzen zu können.

Es wird hierbei neben einer Kostenersparnis für die Wartungs- und Schulungsbetriebe auch eine Verbesserung der Lernqualität für die Schulungsteilnehmer erwartet.

Ein Paar dieser „neuen“ Lernmethoden und -mittel werden bereits seit einiger Zeit in Schulungs- und Wartungsbetrieben genutzt. Hier sei z.B. das Computer Based Training (CBT) erwähnt, als auch Multimedia Based Training (MBT) - eine Zusammenfassung mehrerer Methoden wie z.B. Text, Videos, Grafiken, Simulationen, etc. Da die EASA in der Luftfahrt eine Vorreiterrolle bei der Verwendung von neuen Technologien übernehmen möchte, soll die rechtliche Genehmigung für den Einsatz der neuen Kommunikationsmittel stark ausgeweitet werden. Einige dieser voraussichtlichen Veränderungen werden hier kurz vorgestellt:

Schulungsmethode

Beschreibung

Distanzlernen - nicht Synchron

Hierbei befinden sich Instructor und Trainees an unterschiedlichen Orten, es besteht keine Möglichkeit direkt miteinander zu reden, oder zu schreiben. Dies könnte z.B. eine gespeicherte Videoaufnahme eines Instructors bei der Vorstellung von Schulungsinhalten sein.

Distanzlernen – Synchron

Hierbei befinden sich Instructor und Trainees an unterschiedlichen Orten, es besteht jedoch eine direkte Möglichkeit mit dem Lehrer zu reden oder zu schreiben, um offene Fragen persönlich zu klären. Möglich ist hierbei z.B. ein sogenannter Virtueller Schulungsraum, bei dem der Trainer seine Inhalte per Videokonferenz an unterschiedliche Orte verbreitet und die Trainees diese auf Leinwänden in Echtzeit ansehen und besprechen können, sowie Fragen stellen.

e-Lernen

Dies ist eine Schulung um eine Lernveranstaltung, welche von einem per Internet verbundenen Instructor (e-Tutor) aus der Ferne geleitet wird.

m-Lernen

 

Dies bezeichnet die Möglichkeit einer ortsunabhängigen Schulung, der Trainee sitzt hierbei nicht in einem Lehrsaal, sondern nutzt die Möglichkeiten des Mobilen Internets auf einem Computer oder Smartphone.

 

Die obig aufgeführten neuen Lernmethoden, sollen vorrausichtlich bis hin zum Level 2 Typenlehrgang eingesetzt werden dürfen, der Frontalunterricht mit einem vor Ort anwesenden Instructor wäre in diesem Fall rechtlich nicht mehr nötig. Er könnte entfallen, oder sich auf die Kommunikation via Videokonferenz zwischen unterschiedlichen Orten, bis hin zu unterschiedlichen Ländern beschränken. Für die Weitergabe der komplexen Inhalte einer Level 3 Flugzeugtypenschulung, wird der Verzicht auf einen vor Ort anwesenden Instructor durch die EASA als nicht ausreichend angesehen, wer bereits an einer Level 3 Schulungen teilgenommen hat, wird dieser Ansicht zustimmen.

Neben vielen Vorteilen der neuen Medien, stellen diese aber höhere Anforderungen an die Kompetenzen eines Technical Instructors dar, damit sich Virtuelle Schulungsräume per Internet kompetent leiten lassen und Inhalte gut vermittelt werden.

Darüber hinaus gibt es jedoch hierdurch auch ernste Gefahren für diese Arbeitsplätze innerhalb Deutschlands, denn gerade für große Konzerne besteht die Möglichkeit die Arbeitsplätzte des Technical Instructors in günstigere Länder zu verlagern, oder durch Selbststudienprogramme für Trainees einzusparen.

Eine mögliche Verschlechterung der Sicherheit in der Luftfahrt sieht die Analyse der EASA zu den rechtlichen Veränderungen übrigens nicht.

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